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Neue OP-Technik: kein Stahl mehr im Fuß

In zwei Wiener Krankenhäusern der Vinzenz Gruppe kommen seit kurzem bei Operationen am Fuß Schrauben zum Einsatz, die sich von alleine wieder auflösen: denn sie sind aus Magnesium.

Mediziner im Orthopädischen Spital Speising sowie im Herz-Jesu-Krankenhaus setzen seit kurzem eine völlig innovative Behandlungstechnik bei Operationen am Fuß ein: Bei Knochenbrüchen oder Verformungen (wie etwa dem Hallux valgus, der sich oft bei Frauen durch häufiges High-heels-Tragen bildet) kommt eine Magnesiumschraube als Fixierungstechnik zum Einsatz.

„Das heißt, dass wir immer seltener Schrauben verwenden, die aus Stahl oder Titan bestehen, sondern eben aus Magnesium. Der Vorteil:
Die Schrauben sind biologisch abbaubar. Sie lösen sich also nach einiger Zeit von alleine im Fuß auf und müssen nicht mehr im Rahmen einer Nachfolgeoperation entfernt werden“, sagt Univ.-Prof. Dr. Hans Jörg Trnka, Fuß-Spezialteamleiter am Orthopädischen Spital Speising.

Trotzdem hat die neue Magnesiumschraube metallische Eigenschaften und ist ebenso stabil wie Metalllegierungen. Trnka hat diese Methode vergangene Woche österreichweit erstmals an einer Patientin im Orthopädischen Spital Speising angewandt.

Zum Hintergrund: Schrauben sind bei orthopädischen Operationen oft notwendig, um beispielsweise Knochenteile eine Zeit lang in der richtigen Stellung zu halten, bevor sie von alleine wieder zusammenwachsen.

Fuß ist nach OP gleich wieder belastbar

Weitere Vorteile der Magnesiumschraube erklärt Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Schneider, MBA vom Herz-Jesu-Krankenhaus in Wien; Er ist Vorstand der Orthopädischen Abteilung dieser Klinik: „Bisher verwendete selbstauflösliche Materialien zeigten fallweise Unverträglichkeitsreaktionen. Mit den neuen Schrauben wollen wir die Vorzüge guter Verträglichkeit mit hoher mechanischer Belastbarkeit kombinieren. Eine zusätzliche antibakterielle Wirkung von Magnesium reduziert das Infektionsrisiko.“

Die Schraube kann laut Herstellerangaben in einem breiten fußchirurgischen Spektrum angewandt werden.

„Wir wollen noch weitere Operationsergebnisse mit der Magnesiumschraube abwarten, um zu evaluieren, bei welchen Eingriffen sie sich am besten bewährt“, sagt Professor Trnka, „generell sind unsere ersten Eindrücke jedoch sehr positiv.“

Das Herz-Jesu-Krankenhaus und das Orthopädische Spital Speising sind beide Spitäler der Vinzenz Gruppe, die regelmäßig durch medizinische Innovationen hervortritt.

 

Weitere Informationen finden Sie hier: <link medizin-pflege orthopaedie-und-orthopaedische-chirurgie hand-und-fusschirurgie>

www.kh-herzjesu.at/medizin-pflege/orthopaedie-und-orthopaedische-chirurgie/hand-und-fusschirurgie/

Informationen über das Orthopädische Spital Speising finden Sie hier: http://www.oss.at/

 

 

Hinweis: Fotos zu den Presse-Informationen finden Sie auf dem Presseportal der Vinzenz Gruppe.