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Erfindung aus Wien: Neue OP-Methode macht Ellbogen wieder beweglich

Eine neue Operationsmethode am Ellbogengelenk - entwickelt von OA Dr. Martin Chochole vom Wiener Herz-Jesu Krankenhaus (einem Spital der Vinzenz Gruppe) sorgt für internationales Aufsehen: Komplett versteifte Ellbogengelenke können damit wieder beweglich gemacht werden.

Dr. Martin Chochole hat erstmals gemeinsam mit Dr. Joe Pooley, einem Spezialisten für Ellbogenchirurgie aus Newcastle/UK, bei einer 24-jährigen Patientin eine so genannte Ellbogenankylose (= komplett steifer Ellbogen ohne jegliche Beweglichkeit zwischen Ober- und Unterarm) unter Einsatz eines Kunstgelenkes beweglich gemacht.

Die Vorgeschichte: Die Patientin ist im Alter von 6 Jahren von der Schaukel gefallen und hat sich den Ellbogen verrenkt, worauf anschließend eine komplette spontane Einsteifung des Gelenkes erfolgte. In einem bislang nicht publizierten Operationsverfahren wurde nun das komplett steife Ellbogengelenk wieder beweglich gemacht. Diese von OA  Dr. Chochole völlig neu entwickelte Operationsmethode wird jetzt international übernommen.

Neue OP-Methode zur Wiederherstellung der Ellbogengelenke
Kindliches Rheuma, Gelenksentzündungen wie eitrige Infektionen, oder schwere Verletzungen, zB bei Unfällen mit Verrenkungsbrüchen, können Gründe für so einen hochgradigen Funktionsverlust oder eine komplette Einsteifung des Ellbogens sein. Von hochgradigem Funktionsverlust spricht man, wenn die Gesamtbeweglichkeit des Ellbogens nicht mehr als 60 Grad beträgt. Dies stellt natürlich eine massive Behinderung im täglichen Leben dar. Die Beweglichkeit ist extrem eingeschränkt, so dass alltägliche Tätigkeiten wie etwa Essen, Haare föhnen, sich Anziehen oder das Rasieren dem Betroffenen schwer fallen oder nicht möglich sind, so Chochole.

Ein komplett steifer Ellbogen ist schmerzfrei. Im Gegensatz zu einem hochgradig eingeschränkten Ellbogen, bei dem sich die Schmerzen anfangs als Bewegungs- und Belastungsschmerz, später häufig als Dauerschmerz äußern.

In vielen Fällen ist der komplette Ersatz durch metallische Teile, wie früher üblich, nicht erforderlich. Diese neue Methode ersetzt nur wenige Teile der Ellbogenoberfläche mit Metallimplantaten, respektiert aber den dreiteiligen Aufbau des Ellbogens (bestehend aus einem Gelenk zwischen Oberarm und Elle, einem zwischen Oberarm und Speiche und jenem zwischen Elle und Speiche). Andere Partien können dabei mit einem Gewebeflies überzogen werden, um die rasche Wiederherstellung der Funktion zu erleichtern. Diese neue Methode des operativen Eingriffs ist insgesamt weniger belastend und greift auch nicht in die Stabilität und Beweglichkeit des Unterarmes ein.

Was bedeutet diese neue OP-Methode für Patienten?
 Diese neue OP-Methode nimmt besonderen Bezug auf die Anatomie und die Architektur des Gelenkes besonders des dreiteiligen Aufbaus des Ellbogens, so OA Dr. Martin Chochole. Er erklärt weiters: Das bedeutet, dass die Geometrie des Gelenkes und dessen Stabilität erhalten bleiben. Mit dieser neuen OP-Methode werden sozusagen keine Brücken für die Zukunft abgerissen, da das Knochenlager des Patienten weitgehend erhalten bleibt und damit eine neuerliche Operation relativ leicht möglich ist.

Vinzenz Gruppe: Medizin mit Qualität und Seele
Das Herz-Jesu Krankenhaus ist seit 2007 jüngstes Mitglied der Vinzenz Gruppe. Die Vinzenz Gruppe ist ein Spitalsverbund von sieben Ordensspitälern in Wien und Oberösterreich. Die Einrichtungen der Vinzenz Gruppe mit mehr als 4.700 Beschäftigen und rund 2.200 Betten setzen nicht nur auf hohe Kompetenz bei Medizin und Pflege, einen besonderen Stellenwert hat die menschliche Zuwendung als Beitrag zum Heilungserfolg. Ziel der Vinzenz Gruppe ist die einheitliche Führung der Spitäler, mit dem Bekenntnis zum christlichen Wertebild. Das Prinzip heißt Medizin mit Qualität und Seele.

Bildmaterial abrufbar unter www.vinzenzgruppe.at/presse

Hinweis: Fotos zu den Presse-Informationen finden Sie auf dem Presseportal der Vinzenz Gruppe.