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Hier finden Sie aktuelle Nachrichten und Presse-Informationen aus dem Herz-Jesu Krankenhaus.

Die Hüft-Arthroskopie als Alternative zur Totalendoprothese

Die Hüft-Arthroskopie kann bei spezifischen Diagnosen als gelenkserhaltender Eingriff eingesetzt werden. Dieses sehr spezialisierte Verfahren ermöglicht es, den Einsatz einer Prothese zu verzögern oder ihn gänzlich zu vermeiden.

Der Operateur setzt einen Arbeitszugang mit Hilfe der Röntgen-Durchleuchtung.

Die Schlüssellochchirurgie findet in der Orthopädie bei fast allen Gelenken des menschlichen Körpers Anwendung. Die Hüfte stellte jedoch bislang eine Ausnahme dar. Dabei sieht eine operative Behandlung in erster Linie einen endoprothetischen Eingriff vor. Mittels neuer Technik, modernem Verfahren und spezieller Expertise ist es im Herz-Jesu Krankenhaus möglich, bei spezifisch diagnostizierten Fällen eine gelenkserhaltende Operation durchzuführen. „Es gibt mehr an der Hüfte, als eine Totalendoprothese“, so Prim. Dr. Gerald Ch. Loho, Vorstand II. Orthopädische Abteilung im Herz-Jesu Krankenhaus. „Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten die optimale Behandlung zu bieten. Diese profitieren von einer Arthroskopie in zweierlei Hinsicht: geringeres Wund-Trauma, raschere Mobilität. Vor allem jüngeren Menschen bietet sich dadurch die Möglichkeit, einem Hüftgelenksersatz frühzeitig vorzubeugen.“

Hohe Fallzahlen und Ausbildung machen Hüftarthroskopie möglich

Aufgrund der anatomischen Gegebenheiten des Hüftgelenks ist die Hüftgelenksarthroskopie eine vergleichsweise neue und schwierige Operationsmethode. „Die Operation ist keine Anfänger-OP, sondern erfordert eine spezielle Ausbildung, sehr viel Übung und hohe Fallzahlen,“ erklärt OA Dr. Manfred Neumaier, II. Orthopädische Abteilung im Herz-Jesu Krankenhaus. „Darüber hinaus ist der apparative Aufwand bei dieser Methode sehr groß.“ Den technischen Anforderungen konnte durch stetige Weiterentwicklung immer mehr Rechnung getragen werden, sodass die Hüftarthroskopie im Herz-Jesu Krankenhaus inzwischen zu den Routineoperationen zählt. Aber bei der Anamnese gilt es zu beachten: Nicht bei jeder Hüftproblematik ist diese Methode anwendbar - allen voran geht eine sehr präzise Diagnostik.

Die Hüft-Arthroskopie für spezifische Krankheitsbilder

In vielen Fällen ist die Beweglichkeit des Hüftgelenks in Beugung und Innenrotationsbewegung eingeschränkt und verursacht Schmerzen. Oder aber es kommt zu einer Einklemmungssymptomatik, bei der das Hüftgelenk nicht mehr frei bewegt werden kann. „Meist leiden die Patientinnen und Patienten an Leisten- oder vorderen Hüftschmerzen,“ erklärt Manfred Neumaier. „Zeigt sich nach der klinischen Untersuchung, der Abklärung durch ein Röntgen und einer Magnetresonanztomographie, dass eine Operation indiziert ist, dann wird erwogen, ob eine Arthroskopie in Frage kommt.“

Der häufigste Grund für eine notwendige Operation ist ein knöcherner Höcker am Oberschenkelhals, dem sogenannten Cam-Impingement, was zu einem Einriss der knorpeligen Gelenkslippe, dem Labrum, führen kann. Ist das Labrum geschädigt, kann es mit kleinen Ankern wieder am Knochen refixiert werden. Auch eine Gelenksentzündung der Gelenksinnenhaut kann arthroskopisch behandelt werden. Oder freie Gelenkskörper können entfernt werden, welche eine Einklemmung bzw. Blockade im Gelenk verursachen.

Rasch zu neuer Beweglichkeit

Normalerweise können Patientinnen und Patienten nach einer Hüftarthroskopie bereits am ersten Tag nach der Operation nach Hause gehen. Nach einer zwei- bis sechswöchigen Entlastungszeit mit Krücken, Physiotherapie und Training sind die Patientinnen und Patienten zumeist wieder schmerzfrei. Mittel- bis langfristig gibt es keine Einschränkung, und sportliche Aktivitäten sind wieder wie gewohnt möglich.

 

Fotocredit: © Herz-Jesu Krankenhaus Wien

 

Herz-Jesu Krankenhaus

Das Herz-Jesu Krankenhaus im 3. Bezirk in Wien ist eine orthopädische Fachklinik mit hoher internistischer Expertise in Rheumatologie, Osteologie und Remobilisation. Als eine der größten Kliniken im Bereich Gelenksendoprothetik bietet sie mit den Abteilungen für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Radiologie, Innere Medizin, Intensivmedizin und Schmerztherapie eine Rundum-Versorgung für rund 49.000 Patientinnen und Patienten (stationär und ambulant) jährlich. Das Herz-Jesu Krankenhaus ist ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe.

www.kh-herzjesu.at

 

Vinzenz Gruppe: Gesundheit kommt von Herzen

Im Sinne unserer christlichen Gründer/innen setzen wir uns gemeinsam für ein Gesundheitswesen in Österreich ein, in dem kompetente Medizin und Pflege von Herzen kommen. Gemeinnützigkeit ist unser Prinzip. Unsere Ordenskrankenhäuser, Pflegehäuser, Wohnangebote für Menschen mit Betreuungswunsch, Rehabilitationseinrichtungen und Präventionsangebote stehen allen Menschen offen – ohne Ansehen ihrer Konfession und ihrer sozialen Stellung.

www.vinzenzgruppe.at

Hinweis: Fotos zu den Presse-Informationen finden Sie auf dem Presseportal der Vinzenz Gruppe.