Häufig gestellte Fragen zur CPAP-Therapie

Was bedeutet die Abkürzung CPAP?
CPAP ist die englische Abkürzung für "continuous positive airway pressure", zu deutsch "kontinuierlicher positiver Atemwegsdruck".

Wie funktioniert die CPAP-Therapie?
Die Therapie verhindert den wiederkehrenden Kollaps der oberen Atemwege. Dazu wird vom Beatmungsgerät Raumluft angesaugt, komprimiert (es wird ein höherer Luftdruck aufgebaut) und über einen Schlauch an die CPAP-Maske, die dicht auf dem Gesicht sitzt, in die Atemwege geleitet. Hierdurch werden Atemaussetzer und der anschließende Sauerstoffmangel und die kurze, oft unbemerkte Weckreaktion verhindert.

Wie profitiere ich von der Therapie?
Das Risiko für Folgeerkrankungen, wie Gefäßverkalkung des Herzens und des Gehirns mit den Folgen Herzinfarkt und Schlaganfall, werden reduziert. Andere positive Effekte auf die Gesundheit können eine Besserung des Blutdruckes oder eines erhöhten Blutzuckers sein. Manche Patienten berichten auch eine Besserung ihrer Reizbarkeit oder einer depressive Verstimmung.
Durch den Wegfall der nächtlichen Weckreaktionen wird der Nachtschlaf wieder erholsam und die bleierne Tagesmüdigkeit, unter der viele Patienten mit Schlafapnoe leiden, wird reduziert.
Das Schnarchen bessert sich ebenfalls, wobei die CPAP-Therapie nicht primär auf eine Reduktion des Schnarchgeräusches gerichtet ist.

Wie oft muss ich die Therapie verwenden?
Grundsätzlich sollte die Therapie in jeder Nacht verwendet werden. Nur in Ausnahmefällen wie bei einer Verkühlung sollten Sie pausieren. Wichtig: Die CPAP-Therapie kann Schlafapnoe nicht heilen. Sie verhindert jedoch die gravierenden Symptome und Folgeerkrankungen. Vergleichbar ist dies mit der Verwendung einer Brille, die die Augen auch nicht heilen kann, aber die Kurzsichtigkeit beseitigt, solange sie getragen wird.

Welche Kontrollen sind notwendig?
Bei unproblematischem Therapieverlauf erfolgt drei Monate nach Beginn der Therapie eine erste Kontrolle im Schlaflabor. In weiterer Folge sind jährliche Untersuchungen notwendig. Dies stellt einerseits sicher, dass die Therapie effektiv ist, andererseits sind die Kontrollen für die Weiterbewilligung der Therapie durch manche Krankenkassen notwendig.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Alle Nebenwirkungen, die auftreten können, sind nur während der Anwendung zu beobachten. Es gibt keine bleibenden Schäden, die durch die Therapie verursacht werden können.
Manche Patienten klagen über eine Austrocknung der Schleimhäute. Dies ist durch den erhöhten Luftstrom durch die oberen Atemwege bedingt. Die Verwendung eines Luftbefeuchters, der an das Beatmungsgerät angesteckt wird, kann diese Unannehmlichkeit verhindern.
Andere Anwender berichten Druckstellen im Bereich der Maske. Dies kann von einem leichten Abdruck im Gesicht nach dem Aufstehen bis  zu  echten Hautdefekten durch den Druck oder eine Materialunverträglichkeit reichen. In diesem Fall ist eine kurze Therapiepause und ein rascher Maskenwechsel notwendig.
Ein kleiner Teil der Patienten klagt über eine (Verschlechterung einer eventuell vorbestehenden) Schlafstörung, Störung der Nachtruhe durch das Gerätegeräusch oder Angstgefühle durch die Maske.

Bei allen Problemen mit der Therapie gilt: bitte rufen Sie uns sofort an. In den meisten Fällen können wir Ihnen helfen!

Wie pflege ich mein CPAP-Gerät?
Bitte beachten Sie die Pflegehinweise der Firma, die Sie mit dem Gerät versorgt hat. Dazu gehört die tägliche Reinigung der Maske und des Schlauches, Wechsel der Filter in regelmäßigen Abständen und ein jährlicher Tausch der Maske.

Was kostet die Behandlung mit CPAP?
Die Kosten der Therapie werden von der Krankenkasse übernommen.

Was heißt BPAP? BiPAP? ASV?
Hierunter sind andere Beatmungsformen zu verstehen, die teilweise auch bei der obstruktiven Schlafapnoe, teilweise bei anderen Formen der schlafbezogenen Atemstörungen zur Anwendung kommen.

Was ist die Rampe? Was ist Flex und EBR? Was versteht man unter Auto-CPAP?
Unter "Rampe" versteht man eine langsame Drucksteigerung am Beginn der Nacht, die das Einschlafen erleichtern soll. Bei den meisten Geräten kann die Rampe auch während der Nacht aktiviert werden, um ein Wiedereinschlafen zu erlauben.
"Flex-Stufe" oder "EBR-Stufe" bedeutet, dass das Beatmungsgerät mit Beginn der Ausatmung eine Druckreduktion vornimmt, um die Ausatmung zu erleichtern.
"Auto-CPAP-Geräte" können den Therapiedruck in der Nacht in einem vorgegebenen Bereich selbst steuern, um zum Beispiel beim Wechsel von der Seiten- in die Rückenlage den Druck zu erhöhen, wenn dies notwendig ist. Anschließend wird der Druck wieder abgesenkt.