Sportchirurgie

Gelenkserhaltende Therapie

Sportliche Aktivitäten spielen im Alltag vieler Menschen eine wichtige Rolle. Trendsportarten wie Mountainbiken, Schi-  und Snowboardfahren sowie „klassische“ Sportarten wie Fußball, Tennis oder Laufen nehmen an Beliebtheit weiter zu. Dadurch kommt es auch häufiger zu sportbedingten Verletzungen. Gerade das Kniegelenk wird bei vielen Sportarten großen Belastungen ausgesetzt und ist verletzungsanfällig.

Die II. Orthopädische Abteilung kombiniert modernste Operationsmethoden mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Sportchirurgie. In der Spezialambulanz für Sportorthopädie mit Schwerpunkt Kniegelenk liegt der Fokus auf der gelenkserhaltenden arthroskopischen und offenen Kniechirurgie. Entscheidend bei Sportverletzungen ist eine rasche, sorgfältige Abklärung und die Behandlung auf dem neuesten Stand der medizinischen Technologie. Denn Schmerzen oder Instabilitätsgefühl des Kniegelenks bei Belastung können ohne adäquate Therapie zu erheblichen Folgeschäden führen.

Rasch zurück zum Sport

Gerade in den letzten Jahren gab es enorme Entwicklungen im Bereich der Knie-, Kreuzband- und Meniskuschirurgie, die unter anderem bei Sportverletzungen oder –abnützungen zum Einsatz kommen. Das instabile Kreuzband kann durch eine spezielle Konstruktion zusätzlich stabilisiert werden. Bei einem Kreuzbandriss kann dem Patienten bereits mit großem Erfolg eine Spendersehne eingesetzt werden.  

Auch bei Instabilität der Kniescheibe können Abnützungen soweit rekonstruiert werden, dass Sport wieder möglich ist. Gute Erfolge zeigt in vielen Fällen auch das Nähen eines gerissenen Meniskus, wenn die Naht in relativ kurzem Zeitraum nach der Verletzung erfolgt.  

Schnelle Rehabilitation

Großteils verwenden wir arthroskopische und minimal-invasive OP-Methoden (unter anderem „all-inside“-Kreuzbandchirurgie), die eine entsprechend schnelle Rehabilitation und Schmerzfreiheit und somit eine rasche Rückkehr zum Sport garantieren.

Bei starker Vorschädigung des Kniegelenks oder wenn die Versorgung mit einem künstlichen Kniegelenk nicht erwünscht bzw. aufgrund des Alters zu früh erscheint, bietet die II. Orthopädie  modernste, arthroskopische (zum Beispiel Knorpeltransfer) und seit langem etablierte (zum Beispiel Geradestellungen) Therapieoptionen an.

Leistungsspektrum im Bereich Sportchirurgie im Detail:

Vorderes Kreuzband (arthroskopisch):

  • Reinsertion bei akutem Riss (Wiederannähen an den Knochen)
  • Rekonstruktion mit körpereigener Sehne (Semitendinosus/Gracilis; Patellasehne, Quadrizepssehne)
  • Rekonstruktion mit Spendersehne (sog. Allograft) primär und in Revisionsfällen
  • Rekonstruktion des anterolateralen Ligaments bei hochgradiger Instabilität und in Revisionsfällen

Meniskus (arthroskopisch):

  • Teilmeniskusentfernung
  • Meniskusnaht
  • Meniskustransplantation bei Beschwerden nach Meniskus(teil-) entfernung (sog. Post-Meniskektomiesyndrom)

Korrektur der Beinachse/Osteotomien:

  • HTO (hohe tibiale Umstellungsosteomie) bei O-Bein und medialer Gonarthrose
  • DFO (distale femurale Osteotomie) bei X-Bein und lateraler Gonarthrose
  • Tuberositasosteotomien bei Instabilität bzw. Arthrose im patellofemuralen Gelenk

Gelenksknorpel (arthroskopisch):

  • Microfracturing, Pridie-Bohrung
  • OATS (Knorpeltransfer)
  • ACI (Knorpelzüchtung/-transplantation)

Patellainstabilität:

  • MPFL-Rekonstruktion (Gracilis-Sehne)
  • MPFL-Revision (Semitendinosussehne, Allograft)
  • Kapselraffung

Ambulanz für rekonstruktive Kniechirurgie
Mittwoch 10 12 Uhr

Terminvereinbarung werktags von 8 15 Uhr unter T: +43 1 7122684-5347.