Knie

Ambulanz für individualisierte Knieendoprothetik

Mittwoch 8 10 Uhr


Sportambulanz für rekonstruktive Kniechirurgie

Mittwoch 10 12 Uhr
Terminvereinbarung werktags von 8 15 Uhr unter T: +43 1 7122684-5347.

Individualknie auf medizinisch höchstem Niveau 

Das Genderknie war gestern. Heute dreht sich alles um das Individualknie. Dass nicht alle Menschen gleich gebaut sind, liegt auf der Hand. Dass große Gelenksoperationen den meisten Patientinnen und Patienten im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut gehen auch. Genau deshalb hat die II. Orthopädische Abteilung im Herz-Jesu Krankenhaus Wien die Individualität bei Kniegelenksoperationen nach oben geschraubt – und damit auch die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten.

Um die Patientinnen und Patienten optimal beraten zu können, steht den Patientinnen und Patienten im Herz-Jesu Krankenhaus eine eigene Knie-Ambulanz zur Verfügung, wo eine individuelle Vorbereitung auf die bevor stehende Operation erfolgt. Sich Zeit für eine optimale Beratung und Aufklärung und damit den Patientinnen und Patienten die Angst vor der Operation zu nehmen, ist den Orthopäden ein besonders großes Anliegen.

Wenn Knieschmerzen immer schlimmer werden und weder Physiotherapie noch andere Maßnahmen gewirkt haben, bleibt oft nur noch der Weg in den OP. Patientinnen und Patienten wissen darüber aber oft nicht viel. Zum Beispiel das Missverständnis, dass bei Knieendoprothetik das ganze Gelenk ausgetauscht wird. Dabei geht nur um die zerstörten Oberflächen von Schienbeinkopf und Oberschenkelknochen, die ineinander greifen. Nur die oberste abgenützte Schicht wird durch eine Metalllegierung ersetzt, während der Großteil des Knochens erhalten bleibt.

Da wir Menschen keine Normfiguren haben und unsere Skelette sehr starke Größen- und Konstruktionsunterschiede aufweisen, sind Endoprothesen in unterschiedlichen Größen zur exakten Anpassung vorhanden. Aus diesen wählen die Chirurgen das am besten passende Modell aus.

Durch exakte computertomografische Aufnahmen wird schon vor der Operation ein Modell des Patientenknies angefertigt – vergleichbar mit einem Gebissabdruck beim Zahnarzt. Die Methode mittels Computertomografie ist das Neue daran, denn mittels CT kann (vor allem im Vergleich zum MRT) die Beinachse am besten berechnet werden.

Die Endoprothese wird daraufhin individuell für genau dieses Knie angefertigt – sie passt also wie ein Inlay in einen Zahn. Am Computer wird schon vorab die ideale Beinachse geplant – ein zeitraubender Schritt, der sonst erst während der Operation erfolgt.

Schließlich konstruieren die Medizintechniker nach Vorgaben der Chirurgen am Kniemodell eine Schablone, die später während der Operation die Instrumente absolut präzise an die richtigen Stellen führt, sodass die beschädigten Knochenteile im perfekten Winkel abgesägt werden können.

Die Operationszeit ist durch die Vorbereitung außerhalb des Körpers wesentlich kürzer, fast halbiert. Dank kleinster Schnitte werden Sehnen und Muskeln geschont. Der wichtigste Vorteil des Modellknies und der präzisen OP-Vorbereitung: Das Risiko von chirurgischen Ungenauigkeiten ist minimiert. Denn erst sieben oder acht Jahre nach einer Operation stellt sich heraus, ob die Knieoperation wirklich gut gelaufen ist. Wenn mittelfristig das Knie schlackert oder Abrieb auftritt, war die Feinabstimmung nicht optimal – und dieses Risiko minimiert diese Operationsmethode.