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Anregende Pro- und Contra-Diskussionen beim Symposium für Ultraschall-gezielte Nervenblockaden

15. May. 2018
Am Samstag, 12. Mai 2018, fand das 11. Symposium für Ultraschall-gezielte Nervenblockaden im Herz-Jesu Krankenhaus statt. Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung zur Veranstaltung, die sich heuer aktuellen kontrovers diskutierten Themen widmete. Sowohl der Theorieteil am Vormittag als auch die praktischen Übungen am Nachmittag waren von spannenden und anregenden Diskussionen unter den Expertinnen und Experten begleitet.

Beim diesjährigen Symposium widmete man sich schwerpunktmäßig den „Heißen Eisen“ in Regionalanästhesie und invasiver Schmerztherapie: Jährlicher Gastredner Univ.-Prof. Dr. Bernhard Moriggl vom Department für Anatomie der Medizinischen Universität Innsbruck stellte echte anatomische Tatsachen publizierten Ansichten gegenüber, die eher Wünschen als Tatsächlichkeiten entsprechen. In der Folge gab es pro Thema jeweils einen Pro- und einen Con-Redner, die ihre jeweiligen Standpunkte vehement verteidigten.

Perfektes Update zu „Hot Topics“

Wo liegen die Grenzen von Lokaler Infiltration nach Kniegelenksersatz und welche Vorteile bringen Nervenblockaden? Dürfen periphere Regionalanästhesien routinemäßig in Narkose gemacht werden? Welchen Stellenwert hat der Ultraschall in der invasiven Schmerztherapie verglichen mit dem Röntgen? Ist die kontinuierliche Spinalanästhesie die perfekte Lösung für Spezialfälle im OP oder überflüssige Technik mit Komplikationspotential? Diese und andere Kontroversen wurden von Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, darunter vier Anästhesisten des Herz-Jesu Krankenhauses, wissenschaftlich ausgeführt und in der Folge mit den Teilnehmern pointiert diskutiert. Die vielfältigen Perspektiven der Fachleute führten so zu spannenden Einblicken und einem perfekten Update der Materie.

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Lernen vom Profi

Außerdem wurden ausgewählte Techniken aus Regionalanästhesie und Schmerztherapie ausführlich demonstriert. In Kleingruppen bestand die Möglichkeit, am Probanden zu schallen und am Phantom Ultraschall-gezielte Punktionsübungen durchzuführen. Dabei lernen sowohl ambitionierte Einsteiger, Fortgeschrittene und Könner vom Profi – Prim. Dr. Manfred Greher, Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses und Gastgeber des Symposiums, war bereits vor 20 Jahren Mitentwickler der Methode der Ultraschall-gezielten Nervenblockaden. Dieses einzigartige Anästhesieverfahren macht Nerven mithilfe moderner Ultraschallgeräte sichtbar, wodurch sie gezielt mit Betäubungsmittel umspült werden können. Während seiner Laufbahn im Herz-Jesu Krankenhaus konnte Prim. Greher diese Technik gemeinsam mit seinem Team perfektionieren.

Das jährlich stattfindende Symposium bietet allen Interessierten die Gelegenheit, sich eingehend mit dem Thema auseinanderzusetzen.

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